Im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres erlebte Baden-Württemberg eine Hochpreisphase für Rundholz. Zum zweiten Halbjahr mussten neue Preise verhandelt werden. Für Industrieholz waren die Verhandlungen einfach, bei guter bis lebhafter Nachfrage konnten rasch Preise mit weiterhin steigender Tendenz erreicht werden.

Beim Sägerundholz gestalteten sich die Verhandlungen extrem zäh. Die Sägeindustrie bemängelt einen sehr zähen Schnittholzmarkt. Die Exportmöglichkeiten nach Übersee, in den mittleren Osten und nach China sind bescheiden. Skandinavien hat die Rundholzpreise bereits abgesenkt und konkurriert nun mit dem mitteleuropäischen Holz. Nach Branchenkennern sind die Umsätze der Säger zwar höher als im letzten Jahr, die Margen bei stark gestiegenen Preise für die Produktion aber vollkommen unbefriedigend.

Die sommerliche Trockenheit und die heißen Tage haben sich für den Wald sehr nachteilig ausgewirkt. Die Bäume sind extrem trocken und geschwächt und damit sehr anfällig für Schadinsekten. Mittlerweile häufen sich in etlichen Regionen die Schadholzmengen. Diesen Umstand nutzen die Kunden und versuchen, die Einkaufspreise für ihr Rundholz deutlich zu drücken. In der Folge wurden nun Preisniveaus verhandelt, die im Leitpreis um 120-123 € je fm liegen. In der Folge ist auch das Preisniveau für Holz aus zufälliger Nutzung preislich unter Druck geraten und liegt je nach Qualität zwischen 85 € (überwiegend D Holz) und 95-98 € (mit überwiegend C Holz).

Schadholz wird folgendermaßen sortiert und wenn möglich auch getrennt gepoltert:

  • Qualität B: Frisches Sturmholz oder Dürrholz (weitgehend) ohne Brutbilder durch Schadinsekten und ohne Verblauung
  • Qualität C: Frisches Käferholz mit Borke und Brutbildern unter der Borke und höchstens leichter Verblauung
  • Qualität D: Käferholz rindennackt und deutlich oder stark verblaut.

Kleinmengen sollen, wo immer möglich in räumlicher Nähe mit Hölzern gleicher Sorte von anderen Forstbetrieben gepoltert werden.

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