Wälder kontrollieren – Borkenkäferholz rasch aufarbeiten!
Der anhaltend trockene und heiße Sommer hat unsere Waldbäume geschwächt und die Entwicklung der Borkenkäfer begünstigt! Die Waldbesitzenden werden deshalb aufgerufen, ihre Wälder zu kontrollieren. Nur wenn frisch befallene Fichten erkannt und zeitnah gefällt und gerückt werden ist eine wirksame Entseuchung möglich.
An was können frisch befallene Fichten erkannt werden? Meist bohren sich die ersten Käfer im mittleren und dann im unteren Stammteil ein. Beim Einbohren erzeugen sie braunes Bohrmehl. Dieses Bohrmehl fällt am Stamm entlang hinunter und sammelt sich in den Rindenschuppen des Baumes, in Spinnweben oder im Moos. Manchmal sind auch Harztröpfchen oder Harzbahnen an der Einbohrstelle zu sehen. Im späteren Verlauf fallen die ersten Rindenstücke, meist unterhalb der grünen Äste, ab.
Das Kreisforstamt empfiehlt, die Privatwälder nun mindestens im zweiwöchentlichen Turnus zu kontrollieren. Wird ein neuer Befall erkannt, muss das Holz sofort und konsequent eingeschlagen und abgefahren oder behandelt werden. Wer Fragen zur Aufarbeitung und zur Aushaltung hat oder Unterstützung bei der Holzernte und Vermarktung benötigt, soll sich an die zuständigen Revierleitenden wenden. Außerdem hält die Forstbetriebsgemeinschaft immer die aktuelle Sortierung und Aushaltung vor.
Holzpreise unter Druck
Seit Beginn der Ferienzeit sind die Holzpreise, die während der letzten Monate auf erfreulich hohem Niveau lagen, unter Druck. Grund dürfte nicht etwa die Erwartung von Käferholz sein, vielmehr werden durch die Holzindustrie Absatz- und Marktprobleme benannt. Zum einen sind für europäische Sägewerke die Vermarktungsmöglichkeiten im Export stark eingeschränkt (vgl. USA, Golfregion und China) zum anderen drücken so verbleibende Überkapazitäten auf einen eher flauen Schnittholzmarkt. Da die Preisvorstellungen zwischen Waldbesitzervertretern und Holzindustrie recht deutlich auseinander liegen gestalten sich die Preis- und Mengenverhandlungen für die restlichen Liefermonate 2026 recht zäh und schwierig.
Preisdruck gibt es vor allem auf die Hauptsortimente Stammholz und Standardlängen, Industrieholz ist weiterhin bei guter Preistendenz lebhaft nachgefragt.

